Soloprogramm KOMM MORGEN WIEDER, WIRKLICHKEIT Andreas Krämer gastierte im Kito WESER KURIER 07.04.2012 Eine faszinierende Mischung Von Alexander Bösch Vegesack. Auf dem schwarzen Flügel leuchten abwechselnd ein Taxi-Schild und eine kitschig-rote Lampe auf. Im Wechsel soll damit "der Herzschmerz, das Sentiment" in den Vordergrund treten oder die geschäftige Welt aus der Perspektive eines Taxifahrers beleuchtet werden. Der Schauspieler und Bühnenmusiker Andreas Krämer überraschte im Kito mit einer ungewohnten Mischung aus skurrilen Alltagsbeobachtungen und melancholischen Chansons. "Komm morgen wieder, Wirklichkeit" heißt das Programm des gebürtigen Schweizers, der mit seinem eigenwilligen Soloprogramm das Publikum in seinen Bann zog. Da sind zum einen die elegischen Chansons, die das Publikum in die unwirkliche Stunde zwischen Dämmerung und frühem Morgen mitnehmen. "Es gibt Dinge, die vergessen wir nicht, die hinterlassen Narben, von denen träumen wir tief in den Vormittag hinein", kündigt der Baseler an, der unter Peter Zadek im Hamburger Schauspielhaus Erfolge feierte und von 2005- 2007 unter Klaus Pierwoß zum Ensemble des Bremer Theaters gehörte. "Ohne Heimat kein Heimweh, ohne Sehnsucht kein Sehnen, es gibt kein Entrinnen": Schonungslos erzählt Andreas Krämer am Piano, Akkordeon oder an einem nostalgischen Harmophon aus den 50er Jahren von den Kränkungen des Lebens. Er streift die Qualen der Pubertät, in der der junge Krämer sich im Spiegel betrachtend selbst verleugnete. Er erzählt von der Verflossenen, die vorschlägt, Freunde bleiben zu können, von der Sehnsucht nach Liebe und Halt bei regnerischen Spaziergängen an der Elbe und der morgendlichen Tristesse." Doch der 48-jährige hat ebenso Sinn für groteske Gedankenspiele und absurde Phantastereien. Da wird der deutsche Schlager in seine archetypischen Bestandteile zerlegt, werden Schweizer Sennerrufe imitiert und der Beweis angetreten, dass sich die deutsche Nationalhymne zumindest rein metrisch prächtig mit dem "Auferstanden aus Ruinen" der ehemaligen DDR austauschen lässt. Die mehrsprachige Ankündigung eines Schweizer Telefonbuchs über die Fortschritte der Telekommunikation animiert den Theaterpädagogen, selbige nacheinander auf Französisch im schnarrenden Charles Aznavour-Stil, auf Italienisch mit dem charakteristischen Timbre von Eros Ramazotti und in Rätoromanisch zu intonieren. Der Exilschweizer bot im Kito statt massentauglichen Konsenskabaretts eher ein Kuriositätenkabarett der leisen Töne, wusste mit seinen anrührenden Chansons und versponnenen Gedankensprüngen aber durchaus zu faszinieren. WESER KURIER Soloprogramm KOMM MORGEN WIEDER, WIRKLICHKEIT Schöner Lügen: „Urknall“ beim Chansonfest im Heidelberger Kulturfenster Mannheimer Morgen 22. März 2011 Witziges und Verzweifeltes KOMM MORGEN WIEDER, WIRKLICHKEIT Michael Roßner Dramatiker und Multiinstrumentalist Andreas Krämer Für ...Die Stärken des in Bremen lebenden Schauspielers Krämer liegen in der Instrumentenbeherrschung er ist ein virtuoser Pianist und arrangiert phantasievoll weitere Lautlieferanten dazu. Krämer liefert einen urkomischen Beitrag, indem er einen nüchternen Text aus dem Schweizer Telefonbuch in drei Sprachen übersetzt mit theatralischen Gesten im Italienischen und Französischen.... GESCHLOSSENE GEDANKEN - HÖRSPIEL AUS DEM KNAST Aus dem Gästebuch von Radio Bremen: Rosvita Krausz schrieb am 29. November 2010 um 13:34 Uhr: Zerstörung durch leere Zeit klanglich darzustellen ist keine leichte Aufgabe. Wie läßt sich Öde vertonen? Wie das gedanklich auf der Stelle treten. Das Vermeiden der Schuldfrage. Das Selbstmitleid. Christiane Ohaus nahm eine Zelle als Orchester: Heizung, Feuerzeug, Tropfen, Pfeifen, Gitterstäbe. Und immer wieder Schließgeräusche. Mal von fern, mal als vielstimmiger Albtraum. Bei offenem Fenster unheilvolle Vogelstimmen, selten Menschen von fern. Unheimliche Klangwelt für einen virtuellen Monolog. Thema, die Unfähigkeit zu trauern. Grandios recherchiert und gesprochen von Andreas Krämer. Gedankenkreise aus vielen Köpfen und einem Mund. Besser kann man Destruktivität und Sinnlosigkeit von Gefängnis nicht hörbar machen. Danke für dieses Kunstwerk sagt Rosvita Krausz. "Krämer hat eine Brücke geschlagen von "drinnen nach draussen " - und dies ist selten aber so brennend notwendig." "Kino für die Ohren ich habe mir am freitag das hörspiel aus dem knast angehört und bin sehr beeindruckt. das war für mich wirklich kino für die ohren, herz und kopf! eine echt tolle arbeit, das hörspiel hatte einen langen nachhall in form von inneren bildern und stiller nachdenklichkeit." "War am freitag per live stream im internet dabei! hut ab! beeinduckend! " "Hier in Norwegen im Netz gehört. bin tief beeindruckt!" "Das ist eine geniale Idee!" Hinweis: Die Rezensionen von Theaterproduktionen des Bremer Theaters entnehmen Sie bitte: www.bremertheater.com Für die Katz Ein erfundener Tag im Leben des Schriftstellers Robert Walser © Neue Zürcher Zeitung; 28.12.2005 Fernsehen Am Radio Ein erfundener Tag in Robert Walsers Leben Für die vom Zürcher Sogar-Theater koproduzierte und uraufgeführte Walser-Collage «Für die Katz» (2003) hat sich der Berliner Autor und Regisseur Boris Pfeiffer an Textfragmente gehalten, die insbesondere der musikalischen Struktur von Walsers Rollenprosa Nachdruck verschaffen soll(t)en. In dieser Absicht gebündelte Ausschnitte aus den Mikrogrammen («Aus dem Bleistiftgebiet») der Berner Jahre, den Romanen «Geschwister Tanner» und «Jakob von Gunten» aus der Berliner Zeit sowie diversen Betrachtungen, Briefen und Feuilletons wusste Pfeiffer in Zusammenarbeit mit dem auch für Musik und Klang zuständigen Schauspieler Andreas Krämer zu einem nun auch hörspieltauglichen Monolog zu verdichten, dessen Programm der sinnige Untertitel verheisst: «Ein erfundener Tag im Leben des Schriftstellers Robert Walser». Erne R. (mehr) "Für die Katz" im Brauhauskeller BNN 10. 05. 2005 Ein Tag mit dem Kafka der Schweiz Herisau ist das Wiesloch der Schweiz. Dort verbrachte Robert Walser, der Kafka der Schweiz, seine letzten gut 25 Lebensjahre: zwischen 1929 und 1956. Dabei war er kein Verrückter, eher ein Verschrobener. Ein Verlorener. Einer, der wusste, dass er sich verlieren musste, um sich zu finden. BAZ 29.1.2005 Messer, die die Füsse kitzeln Herb und gut: «Ein erfundener Tag im Leben des Schriftstellers Robert Walser.» War er ganz langsam verschwunden und im Schnee still erloschen, so wie seine Schrift immer kleiner wurde, bis sie fast eins mit der Struktur des Papiers wurde? Oder war da nicht doch immer wieder dieses aufmüpfige Spiel mit dem Hier und Jetzt und dem Dort und Danach? «Ich nahm mir vor, mich ein bisschen zu verspäten. BASLERSTAB Andreas Krämer - Heimspiel mit Walser GENERAL-ANZEIGER ONLINE BONN Wortspiele aus dem Bleistiftgebiet NZZ 24.10.03 Die Walsermaschine ZÜRI TIP «Für die Katz»: Ein Robert-Walser-Abend DER BUND 24.10.03 Nachdenken mit Robert Walser Es sind kürzere und längere Passagen aus Walsers Gesamtwerk, die Andreas Krämer unter der Regie von Boris Pfeiffer zu einer Wort-Ton-Collage zusammenfügt. Nicht nach dem bunten Perlenspiel des Zufalls, sondern nach einem Prinzip, das Walser als Figur ins Zentrum stellt, seinen Sätzen aber gleichwohl eine nach allen Seiten offene Assoziationsfähigkeit lässt. TAGESANZEIGER 17.10.03 Seines eigenen Glückes Schmied DEUTSCHLAND RADIO 23.10.03, Kultur Heute "Für die Katz" - ein Theaterstück über den Alltag Robert Walsers. (Foto: BASF)"Für die Katz. Ein erfundener Tag im Leben des Schriftstellers Robert Walser" heißt das Arrangement, das derzeit im SOGAR-Theater in Zürich gezeigt wird. Dort wird nicht nur gespielt, sondern auch gekocht. Café Krematorium DIE WELT Café Krematorium Berlin DER BUND «Glanzvolles «Theater von unten» BASLER ZEITUNG Café Krematorium» im Unternehmen Mitte 20 MINUTEN Theater über Stadtkreis 5 TAGES ANZEIGER Totenbeinli knabbern bei Looslis |
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